Schulbegleitung

Eine Schulbegleitung, auch Integrationshelfer genannt, ist eine Person, die während eines Teils oder auch während der gesamten Schulzeit (einschließlich des Schulweges) bei einem Schüler ist, um dessen spezifischen Förderbedarf im Rahmen der Eingliederungshilfe zu gewährleisten. Die konkreten Aufgaben der Schulbegleitung bestimmen sich nach den jeweiligen persönlichen Erfordernissen des Schülers, um die Schulbildung bzw. den Schulbesuch zu ermöglichen.

Ziele und Inhalte einer Schulbegleitung:

  • Eine Schulbegleitung ermöglicht Kindern und Jugendlichen mit einer Beeinträchtigung den Besuch der für sie geeigneten Schulform.
  • Sie richtet sich an Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer Beeinträchtigung zum Schulbesuch auf individuelle Unterstützung angewiesen sind.
  • Eine Schulbegleitung stellt für den Betroffenen ein Hilfs- und ein Kommunikationsmittel dar und unterstützt ihn, die klassenbezogenen Angebote des Lehrers anzunehmen und zu verarbeiten.
  • Sie hilft bei lebenspraktischen Verrichtungen, und unterstützt ganz allgemein bei der Orientierung im Schulalltag.
  • Die Hilfe stellt keine Rund um die Uhr Betreuung dar.

Aufgaben der Schulbegleitung:

  •  Unterrichtsvorbereitung für den Schüler
  • Begleitung und Unterstützung bei allen während der Unterrichtszeit anfallenden Tätigkeiten und in allen Unterrichtsformen (Frontalunterricht, Gruppenarbeit,...)
  • Strukturierung der Pausen und Schaffung von Rückzugsmöglichkeiten
  • Begleitung, Beobachtung und Unterstützung, bei Bedarf während Schulfesten, etc.
  • Begleitung und Betreuung von Praktika (Nach Bedarf und Möglichkeit)

Beispiele zur pädagogischen Ausgestaltung der Hilfe:

  • Unterstützung im emotionalen und im sozialen Bereich
  • Unterstützung bei der Kommunikation (z.B. Möglichkeiten für Dialoge schaffen, z.B. Pausengespräche)
  • Struktur und Kompensation (z.B. laufende Kontrolle des Aufgabenverständnisses)


Die Schulbegleitung stellt nicht selten einen wesentlichen Teil des Unterstützer-Netzwerkes aus Familie, der Schule, dem Amt für Jugend und Familie und dem Anstellungsträger dar, um die Teilhabe des zu betreuenden Kindes zu erhöhen.