(SD) Sozialpädagogische Diagnose

Unter Sozialpädagogischer Diagnose verstehen wir einen analytischen Prozess zur Klärung des individuellen und systemischen Bedarfs von Familien. Der Diagnoseprozess findet in enger Kooperation mit den betroffenen Familien und den im Hilfeprozess beteiligten Netzwerkpartnern statt.

Ziele und Inhalte

  • zur Klärung von diffusen und komplexen Bedarfslagen einer Familie.
  • Klärung der systemischen Wirkungen
  • Ggf. Risikoeinschätzung hinsichtlich §8a, (Aufträge/Auflagen u.a.)
  • Erfassung der verfügbaren und noch zu aktivierenden Ressourcen und deren Bewertung/Compliance
  • Erfassung der aktiven und passiven Netzwerkpartner, Klärung möglicher Einbindungen/Compliance
  • Vorschläge für eine strategische Hilfeplanung, Erarbeitung von Handlungsempfehlungen
  • Die Ergebnisse werden i.d.R. auf der Basis einer entsprechenden schriftl. Zusammenfassung (Bericht zur Sozialpäd. Diagnose mit Anlagen) in einem Auswertungsgespräch (AJF, Brücke, Klient) besprochen

Zielgruppen

  • neue Familien innerhalb der Jugendhilfe
  • bereits vorhandene, bzw. bekannte Familien in denen die bisher eingesetzten Hilfeformen keine zufriedenstellende Wirkung erzielen konnten.

Dauer und Intensität
ca. 3 Monate

Verortung
In der Regel sollte die Sozialpädagogische Diagnose im Vorfeld der Hilfeplanung durchgeführt werden.
Es besteht nach enger Absprache und Auftragsklärung auch die Möglichkeit zu Beginn (begleitend) eines Hilfeprozesses oder als klärende Intervention eine „Sozialpädagogische Diagnose" durchzuführen.