(TOA) Täter-Opfer-Ausgleich

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Ein TOA wird i.d.R. vom Gericht oder der Staatsanwaltschaft (im Rahmen einer Diversion) angeboten. Ziel ist eine Konfliktschlichtung als außergerichtliche Regelung im Sinne einer Wiedergutmachung in angemessener Form. Rechtliche Grundlagen sind § 45, 2 JGG, § 47,2 JGG, § 10,1 Nr.7 JGG

Ziele und Inhalte

  • Aufarbeitung der Tat und ihrer Folgen
  • Aufhebung der Distanz zwischen Opfer und Täter
  • Darstellung der Erlebnisse aus jeweils subjektiver Sicht
  • Offenlegung noch bestehender Konflikte
  • Vom Opfer und Täter akzeptierte und mit getragene Maßnahmen zur Schadenswiedergutmachung

Ziele speziell seitens des Täters:

  • Erkenntnis für das Unrechtmäßige seines Handelns
  • Entanonymisierung der Tat durch Kennenlernen des Geschädigten
  • Motivation zur aktiven Konfliktlösung und Schadensregulierung

Ziele speziell seitens des Opfers:

  • Aufarbeitung von psychischen, physischen und materiellen Folgen der Tat
  • Milderung oder Beseitigung von Tatfolgen wie Schock, Angst, Ohnmacht, Wut, Kränkung, Verzweiflung.

Zielgruppen

  • Für Jugendliche und Erwachsene
  • wird i.d.R. vom Gericht oder der Staatsanwaltschaft (im Rahmen einer Diversion) angeboten
  • Ziel ist eine Konfliktschlichtung als außergerichtliche Regelung im Sinne einer Wiedergutmachung in angemessener Form

Dauer und Intensität

  • 8-10 STd

Verortung und Varianten

  • Die JGH beauftragt die Brücke einen TOA in die Wege zu leiten.
  • Bei Zustimmung von Opfer und Täter findet ein Ausgleichsgespräch mit einem neutralen Vermittler der Brücke statt
  • Die Konfliktregelung durchläuft mehrere Phasen, die der Vermittler strukturiert
  • Der Vermittler verfasst am Ende eine Vereinbarung zwischen Geschädigtem und Beschuldigtem und überwacht deren Einhaltung
  • Bei einem erfolgreichen TOA stellt das Gericht das Verfahren ein

 

KONTAKT
Eberhard, Andreas
Bereich Straffällige
Bereich Schule
Bereich Asyl

Mobil: 01520 – 98 40 06 7
a.eberhard(at)bruecke-oberland.de